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Förderverein will mit Ärzten verhandeln
Wertingen/Landkreis Dillingen Zeitnah soll eine Lösung zum Erhalt der Geburtshilfestation am Krankenhaus in Wertingen angestrebt werden. Dies war die einhellige Auffassung im erweiterten Vorstand des Vereins der Freunde des Krankenhauses Wertingen.
In der Sitzung betonten sowohl Landrat Leo Schrell als auch der Geschäftsführer der Kreiskliniken Dillingen-Wertingen gGmbH, Uli-Gerd Prillinger, dass es bis zur Kündigung des Belegarztvertrages durch Dr. Martin Wiedenmann vor einer Woche keine Anzeichen für eine derartige Entwicklung gegeben hatte. Dabei erklärte der Landrat, dass niemand die Geburtshilfe schließen wolle, sondern die beiden Belegärzte unisono zum 30. Juni 2012 ihren Vertrag gekündigt haben. Aus diesem Grund sei er für praktikable Lösungen jederzeit aufgeschlossen, die eine Fortführung der Geburtshilfe über den 30. Juni hinaus gewährleisten.
Deshalb wird sich der Aufsichtsrat der Kreiskliniken Dillingen-Wertingen gGmbH am Montag, 26. März, in einer außerordentlichen Sitzung mit der aktuellen Entwicklung befassen.
Unabhängig davon verständigte sich der Vorstand des Fördervereins mit der Geschäftsführung der Klinik einvernehmlich darauf, nochmals Kontakt mit den beiden Ärzten Dr. Wiedenmann und Dr. Balej mit dem Ziel aufzunehmen, eine Lösung zum Erhalt der Geburtshilfe in Wertingen zu finden. Beide Ärzte hätten erklärt, dass sie selbstverständlich auch weiterhin am Krankenhaus für konsiliarärztliche gynäkologische Untersuchungen und notwendige Behandlungen für die stationären Patienten des Krankenhauses zur Verfügung stünden, sofern seitens der Klinik daran Interesse bestehe. Dies stünde außer Frage, so Prillinger. Auf dieser Basis will er daher nochmals das Gespräch suchen.
Die Vorsitzende des Vereins der Freunde des Krankenhauses Wertingen, Rita Müller-Brenner, Bürgermeister Willy Lehmeier und der stellvertretende Landrat Alfred Schneid bedauerten übereinstimmend, dass die Diskussion um die Geburtshilfe die positive Entwicklung, die das Krankenhaus in den letzten Jahren insgesamt genommen habe, derzeit überlagere und begrüßten die angestrebten Gespräche mit den beiden Ärzten. (pm)
Quelle: Augsburger Allgemeine
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Ärztemangel und drastisch gestiegene Haftpflichtprämien senken die Chancen für Wertingens Station
Wertingen Die Wertinger Geburtshilfe kann offenbar über den 30. Juni 2012 hinaus nicht fortgeführt werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts Dillingen. Als Grund wurde die Entscheidung von Dr. Martin Wiedenmann, seine Tätigkeit zur Jahresmitte einzustellen und ab 1. Juli auch keinen Hintergrunddienst oder eine Rufbereitschaft zu stellen, angegeben. „Für den sehr zeit- und arbeitsintensiven belegärztlichen Bereich meiner Tätigkeit sehe ich keine vernünftige betriebswirtschaftliche Basis meiner Arbeit mehr“, begründete der Arzt gestern gegenüber dem Geschäftsführer der Kreiskliniken Dillingen- Wertingen gGmbH, Uli-Gerd Prillinger, seine Entscheidung. Heute müssten Fachärzte rund um die Uhr in der Klinik erreichbar sein. Deshalb sei auch die Kündigung von Dr. Jan Balej nachvollziehbar.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Landrat Leo Schrell, zeigte Verständnis für die Entscheidung der Ärzte. Das Wertinger Haus genieße weit über die Grenzen des Landkreises hinaus einen hervorragenden Ruf. „Dies“, so Schrell, „wird durch die massiv gestiegenen Patientenzahlen allein in den letzten drei Jahren überdeutlich.“ Dennoch sei es leider nicht gelungen, die Tendenz der rückläufigen Geburtenzahlen zu stoppen. Nun solle zeitnah in einer Sitzung des Aufsichtsrates die neue Situation und die sich daraus ergebenden Konsequenzen beraten werden.
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Geburtshelferinnen stehen vor dem existenziellen Aus Von Bärbel Schoen
- „Ich habe zwei schlaflose Nächte hinter mir. Mir geht‘s wirklich schlecht.“Isabel Weigl, Hebamme
Wertingen Als die drei Hebammen am Wertinger Krankenhaus am Mittwochabend die Hiobsbotschaft erhielten, fielen sie aus allen Wolken: „Wir haben 30 Prozent mehr Geburten als im vergangenen Jahr zur selben Zeit. Von den Schließungsplänen sind wir deshalb total überrascht worden. Wir haben nichts geahnt.“
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Schließungspläne in Wertingen wurden bekannt Von Bärbel Schoen

Vor fast genau vier Jahren demonstrierten über 4000 Menschen aus dem Zusamtal für den Erhalt der Geburtenstation am Wertinger Krankenhaus. Nun wurde bekannt, dass einer der Gynäkologen – Dr. Martin Wiedenmann – gekündigt hat. Deshalb können aller Voraussicht nach ab 1. Juli keine Entbindungen und gynäkologischen Operationen mehr stattfinden. Denn mit der Kündigung des Kollegen habe auch Dr. Jan Balej das Handtuch geworfen. Ein herber Schlag für den ehemaligen Initiator der Großdemo, Hermann Buhl: „Ich bin maßlos enttäuscht.“ Gleichzeitig stellt er sich die Frage, warum andere Kliniken wie beispielsweise das Donauwörther Donau-Ries-Krankenhaus den Betrieb einer Geburtshilfe aufrecht erhalten können – „und Wertingen nicht?“ War die Entwicklung politisch gewollt?, wie Buhl mutmaßt. Die langjährigen Hebammen, Klara Gerlesberger und Barbara Wenger, schlagen in die gleiche Kerbe: „Was da läuft, ist eine Sauerei.“
Man habe die Ärzte mit der hohen Haftpflichtprämie über 40000 Euro jährlich allein gelassen. Dr. Wiedenmann und Dr. Balej hätten gegenüber den Hebammen bekräftigt, dass sie gerne am Wertinger Krankenhaus geblieben wären. Beide Mediziner wechseln im Sommer als Belegärzte ans Donauwörther Krankenhaus, wo eine hauptamtliche Geburtshilfe stationiert ist und die Haftpflichtversicherung von der Klinik getragen werde. Der Geschäftsführer der Kreiskliniken, Prillinger, hatte noch vor drei Tagen vor dem Wertinger Stadtrat die positiven Zahlen erläutert und festgestellt, dass der Patient Krankenhaus wieder gesund sei.
Darauf angesprochen, bestätigte er gegenüber der DZ, dass er von einer Kündigung bis dato nichts gewusst habe. Erst Mittwochabend habe ihn Dr. Wiedenmann informiert. Ob die Wertinger Geburtshilfe tatsächlich vor dem Aus steht, werde aber erst der Aufsichtsrat beschließen. Wenn Nachfolger gefunden würden, so Prillinger, könnte der Betrieb fortbestehen. Doch davon sei nicht auszugehen, denn „wir haben einen eklatanten Ärztemangel“. Die „exorbitant“ gestiegene Haftpflichtprämie sei nur das i-Tüpfelchen gewesen.
Quelle: Augsburger Allgemeine
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Rita Müller-Brenner bleibt weiter 1. Vorsitzende des Unterstützungsvereins. 1353 Mitglieder
 - Die Vorstandschaft des Krankenhaus-Fördervereins Wertingen. Vorne von links: Friedrich Föste (2. Vorsitzender), Rita Müller-Brenner (1. Vorsitzende), Rudi Rager (3. Vorsitzender). Hinten von links: Josef Linder (Schatzmeister), Alfred Schneid (Schriftführer), Willy Lehmeier (Geschäftsführer).
Foto: Foto: Günther Herdin
Wertingen Seit 2005 gibt es den Verein der Freunde des Krankenhauses Wertingen. Zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte fanden in dieser Woche Neuwahlen des Vorstands statt. Dabei wurde das Führungsteam um die Vorsitzende Rita Müller-Brenner einstimmig im Amt bestätigt.
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Eine Klinik, die nicht mehr kränkelt
Zahlreiche Menschen aus der Region vertrauen den Ärzten und Pflegekräften. Neuer Trakt Von Günther Herdin
Mehr als die Hälfte aller Patienten im Wertinger Krankenhaus kamen von Januar bis Ende September 2011 nicht aus dem Landkreis Dillingen.
Wertingen Es ist gerade einmal dreieinhalb Jahre her, als sich Kreispolitiker und zahlreiche Menschen im Zusamtal Sorgen um das Wertinger Krankenhaus machten. Die finanzielle Lage war eine schiefe, die Geburtshilfe stand beinahe vor dem Aus. Dem „Patienten Krankenhaus Wertingen“ ging es wahrlich nicht gut. Da zogen der Dillinger Landrat Leo Schrell und der Aufsichtsrat der Kreiskliniken gGmbH Dillingen-Wertingen die Notbremse und wechselten 2009 den Geschäftsführer aus. Und siehe da, seit Uli-Gerd Prillinger die Fäden in der Hand hält, kränkelt die Wertinger Klinik nicht mehr. Stetig steigende Fallzahlen und sehr kompetente neue Ärzte haben dem Krankenhaus ein Image verliehen, das in der Region von den Menschen geschätzt wird.
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Förderverein Packt mit an
Aktiver Beitrag für Wohlfühlambiente, Ausstattung und Bildung
Im Zuge der Inbetriebnahme des 2. Bauabschnittes war es für den Verein der Freunde des Krankenhauses Wertingen e.V. mit seinen mehr als 1.370 Mitgliedern eine Herzensangelegenheit, aktiv einen Beitrag zur Unterstützung zu leisten: In enger Absprache mit den Vertretern der Kreisklinik Wertingen fokussierte sich der Förderverein dabei auf drei wichtige Schwerpunktbereiche:
Wohlfühlambiente für PatientInnen
Um das Wohlfühlambiente zu steigern und die möglichen Wartezeiten angenehmer zu gestalten, wurden die Aufenthaltsbereiche mit komfortablen Sitzecken und Pflanzengefäßen modern und ansprechend ausgestattet. Zudem sorgen neue Bilderwelten in den Patientenzimmern und auf den Flurbereichen der einzelnen Stationen sowie den Aufenthaltsbereichen für ein beschauliches Ambiente. Dazu wurde z.B. aus einer reichhaltigen Referenzmappe des lokal ansässigen Künstlers Gregor Eisele von Kaloo Images von einzelnen Teams der Kreisklinik Wertingen geeignete Bilder ausgewählt. Ein wichtiges Auswahlkriterium war mitunter eine positive und ansprechende, aber zugleich beruhigende Wirkung der Bilder.
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Chefarztwechsel in der Anästhesie und Intensivmedizin an der Kreisklinik Wertingen
Zum 30. Juni diesen Jahres endete die Tätigkeit von Chefarzt Dr. med. Helmut Glungler, der die Anästhesie und Intensivmedizin für 33 Jahre prägte und sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedete. Der 43-jährige Dr. med. Jochen Hehl trat zum 01. Juli 2011 seine Nachfolge als neuer Chefarzt an der Kreisklinik Wertingen an.

Landrat Leo Schrell sprach Herrn Dr. Helmut Glungler in seiner offiziellen Verabschiedung seinen ausdrücklichen Dank und seine Anerkennung für die geleisteten treuen Dienste aus. „Wir würdigen seinen unermüdlichen Einsatz und die stets gute Zusammenarbeit sowie seine langjährige Treue zum Haus außerordentlich und wünschen ihm für seinen Ruhestand Gesundheit und Glück.“ „Mit einem weinenden und einem lachendem Auge“ verabschiedete sich Dr. Glungler, „aber jedem Abschied wohnt ja auch ein Neuanfang inne, und auf den freue ich mich besonders.“ Der berufliche Werdegang brachte den in Theilenhofen geborenen Helmut Glungler nach seinem Studium an der Universität Erlangen als Medizinalassistent und als Assistenzarzt ins Kreiskrankenhaus Lauf/Pegnitz. In Folge dessen war er als wissenschaftlicher Assistent an der Anästhesieabteilung der Universität Erlangen tätig, bevor er im Jahre 1978 die Position als Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin an der Kreisklinik Wertingen übernahm. Sein Wirkungskreis erstreckte sich dabei auf den gesamten operativen Bereich der Kreisklinik Wertingen mit den Fachrichtungen Chirurgie und Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie, Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde sowie der Gynäkologie und Geburtshilfe.
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Der Zivi ist gegangen – gesucht sind neue Freiwillige
Die Kreiskliniken setzen auf junge und engagierte Menschen
Die Bundesregierung hat die Wehrpflicht mit Wirkung ab 01. Juli 2011 auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Dies hatte auch für die Kreiskliniken zur Folge, dass von da an keine Zivildienstleistenden - kurz Zivis genannt - beschäftigt werden können.
Insbesondere in sozialen und medizinisch-pflegerischen Einrichtungen wie eben auch den Kreiskliniken in Dillingen und in Wertingen gehörten die jungen Männer zum Bild der Einrichtung und wurden sowohl von den Patienten als auch dem Personal sehr geschätzt. Die „Zivis“ waren stets unterstützend tätig und sind vor allem unseren MitarbeiterInnen in den verschiedensten Bereichen wie Gesundheits- und Krankenpflege, Verwaltung oder Technischer Dienst/Medizintechnik hilfreich zur Hand gegangen. Das ist nun vorbei und die Häuser müssen sich auf die neue Situation ohne diese bewährten Helfer umstellen.
Die Kreiskliniken haben rechtzeitig die Weichen gestellt und werben aktiv und gezielt um junge und engagierte Menschen, die für die eigene Persönlichkeitsentwicklung freiwillig in einer sozialen Einrichtung arbeiten möchten - sei es auf Basis des neuen Bundesfreiwilligendienstes (BFD) und des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) oder im Rahmen eines Jahrespraktikums. So kooperieren wir mit dem Bayerischen Roten Kreuz und dem Caritasverband in Augsburg, die als Träger die Ableistung des Bundesfreiwilligen-dienstes bzw. eines Freiwilligen Sozialen Jahres in den anerkannten Beschäftigungsstellen koordinieren.
Der Grundgedanke ist stets derselbe: Das Engagement für das Gemeinwohl bzw. für die Gesellschaft, die soziale Unterstützung und dabei gleichzeitig die Weiterentwicklung und Förderung der eigenen persönlichen und sozialen Kompetenzen.
Der Bundesfreiwilligendienst steht Frauen und Männern jeden Alters offen und gibt Gelegenheit, sich bürgerschaftlich zu engagieren.
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Falschabrechnung – für die Kliniken im Landkreis Dillingen kein Thema!

Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Patientinnen und Patienten,
in den vergangenen Monaten standen die Krankenhäuser in Bayern massiv in der Kritik. Der Vorwurf der Krankenkassen: Falschabrechnung, Manipulation und Millionenverluste wegen angeblich fehlerhafter bzw. erhöhter Abrechnungen. Folgt man dem aktuellen Bericht des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV), bewegt sich der Gesamtschaden für die Kassen und ihre Mitglieder auf rund 1,5 Milliarden Euro. Insgesamt gab die GKV für stationäre Behandlungen im Jahr 2010 rund 57 Milliarden Euro aus - dies entspricht 34,4 % der gesamten Leistungsausgaben.
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