Krankenhaus soll Aushängeschild werdenvon Bärbel Schön Die drei neuen Vorsitzenden sollen nicht ins kalte Wasser geworfen werden, erklärte Dieter Romakowski. Man wolle deshalb mit Rat und Tat beiseite stehen, „damit Sie nicht ins Fettnäpfchen treten müssen“. Bruno Hempel warnte vor dem verminten Gelände, das die Neuen nun betreten müssten. Und Hermann Buhl war der Meinung, dass der Personalwechsel für den Verein „das Beste ist“. Die vergangenen Jahre seien für die Unternehmer interessant, lehrreich und spannend gewesen. „Die Politik hat völlig andere Gesetze als die Wirtschaft“, so Romakowski, „auch die Medizin ist eine Materie, von der man nicht viel versteht“. Bürgermeister Willy Lehmeier, der alte und neue Geschäftsführer des Fördervereins, nannte in seinem Geschäftsbericht das vergangene Frühjahr als die „heißeste Phase“ im dreijährigen Vereinsleben: Großdemonstration gegen Schließungspläne, Elefantenrunde und am Ende die „schwere Geburt“, die Existenzsicherung der Geburtshilfestation. Der Vorstand habe dafür alle Hebel in Bewegung gesetzt - mit Erfolg. Lehmeier sprach insbesondere Hermann Buhl, dem Motor des Vereins, Anerkennung für die initiierten Werbekampagnen und Infoveranstaltungen aus. Auch Alfred Schneid, Schriftführer und Vizelandrat, resümierte: „Wie gut stehen wir heute im Vergleich zum März 2008 da?“ Damals standen dunkle Wolken über dem Wertinger Krankenhaus - die Geburtshilfe stand vor dem Aus, der Neubau war vakant, man stand vor riesigen Personalproblemen. Dem Vorstand sei es gelungen, in Dillingen deutlich zu machen, dass die Bevölkerung hinter ihrem Krankenhaus steht. „Heute ist unsere Geburtshilfe gesichert, der Neubau wurde begonnen, die Kardiologie ist im Aufbau.“ Unter großem Applaus sagte er weiter: „Der Vorstand hat sich hochverdient gemacht.“ Romakowski hoffte zum Schluss, dass das Krankenhaus und damit die „nahe und gute Versorgung erhalten bleibt“. „Wir wollen im Landkreis Aushängeschild sein und zeigen, wie gut wir in Wertingen zusammenstehen.Quelle: Wertinger Zeitung, 27.11.2008
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Wertingen Das Spannendste kam zum Schluss: Der Krankenhaus-Förderverein hat in seiner jüngsten Sitzung am vergangenen Dienstag einen neuen Vorstand gewählt - einstimmig. Wie berichtet, löst Rita Müller-Brenner den scheidenden Dieter Romakowski an der Spitze des Vereins ab. Die Geschäftsfrau aus Buttenwiesen will, wie sie selbst sagte, die Kommunikation zu den verantwortlichen Stellen verbessern. An die Mitglieder des Vereins und die Mitarbeiter des Krankenhauses appellierte sie: „Sagen sie mir alles Schlechte, das Gute dürfen sie den Anderen erzählen.“ Auch bei den Stellvertretern änderten sich die Personalien. Für Bruno Hempel, den 2. Vorsitzenden, kommt der ehemalige Schüco-Chef, Fritz Föste, der sich in seinem Ruhestand sozial engagieren will. Anstelle von Hermann Buhl wird künftig der Pädagoge Rudi Rager den 3. Vorsitz übernehmen. „Als alter Wertinger muss man doch fürs Krankenhaus kämpfen“, begründete er die Bereitschaft zur ehrenamtlichen Mitarbeit. Mit der Geburtshilfe verbinden ihn übrigens familiäre Erinnerungen, wie er am Rande der Sitzung erzählte. Seine Mutter habe als Hebamme in Wertingen über 1000 Kinder entbunden.