Förderverein darf auch fordern

Als im vergangenen Frühjahr die Schließung der Geburtshilfe am Wertinger Krankenhaus drohte, da zeigte das Führungstrio des Krankenhaus-Fördervereins den Kreispolitikern und der Geschäftsführung der Kreiskliniken gGmbh die Stirn. Dieter Romakowski (1. Vorsitzender) sowie seine Stellvertreter Bruno Hempel und Hermann Buhl taten alles, um die Verantwortlichen umzustimmen. Mit Erfolg. Heute ist von einer baldigen Schließung der Geburtshilfe keine Rede mehr. Das Triumvirat Romakowski-Hempel-Buhl darf sich durchaus auf die Schultern klopfen, wenngleich ohne Einlenken von Landrat Leo Schrell und den zuständigen politischen Gremien die Kehrtwende nicht zu schultern gewesen wäre.

Seit vergangenem Dienstagabend hat der Krankenhaus-Förderverein mit Rita Müller-Brenner, Friedrich Wilhelm Föste und Rudi Rager ein neues Führungstrio. Auch diesem liegt sehr viel an einer guten Weiterentwicklung der Wertinger Klinik. Ein intakter Förderverein, der finanzielle Mittel zur Verfügung stellt, darf natürlich auch Forderungen stellen. Aber diese allein nutzen wenig, wenn im Krankenhaus nicht genügend gute Ärzte und genügend Pflegepersonal vorhanden sind.

Das Gesundheitswesen in Deutschland mit den festgezurrten Budgetierungen und mit all seinen weiteren Facetten ist so komplex geworden, dass viele Rädchen ineinandergreifen müssen, damit am Ende vor allem die Patienten profitieren.

Quelle: Wertinger Zeitung, 27.11.2008