Krankenhaus-Förderverein vor einem Personalwechsel
Bei der heutigen Mitgliederversammlung wird nicht nur zurückgeblickt auf die vielen Aktionen. Es stehen turnusmäßig Neuwahlen an. Gut unterrichtete Kreise gehen von einem Personalwechsel an der Spitze des Vereins aus. Gleichzeitig werden neue Namen ins Spiel gebracht. Rita Müller-Brenner, Geschäftsführerin von Versandhaus Erwin Müller, so wird kolportiert, könnte den ersten Vorsitzenden Dieter Romakowski ablösen. Auch bei den weiteren Vorsitzenden, Hermann Buhl und Bruno Hempel, geht man von einem Abrücken in die zweite Reihe aus. Hermann Buhl, der dritte Vorsitzende, wollte sich gegenüber der Wertinger Zeitung nicht an Spekulationen beteiligen. Nur so viel: "Ich werde den Verein nicht hängen lassen." Das letzte Wort hätten aber die Mitglieder, die mit ihrer Stimme ihre Wahl abgeben. "Wer kommt, der wählt", so Buhl. Geschäftsführer stellt sich erneut zur Wahl Eine Konstante bleibt offenbar der Posten des Geschäftsführers, den bislang Bürgermeister Willy Lehmeier ausübte. Er will sich heute Abend wieder zur Wahl stellen, teilte er gegenüber unserer Zeitung mit. Gerne hätte er mit der alten Mannschaft weiter um den Erhalt des Wertinger Kreiskrankenhauses gekämpft, sagte er, denn seit der Gründung der "Freunde" sei enorm viel bewegt, viele Ziele erreicht worden. Nichtsdestotrotz könnten neue Köpfe frischen Wind beim strategischen Kampf ums Krankenhaus bringen. Langfristig gehe es um den Erhalt der Klinik und darum, immer wieder den Finger in die Wunden zu legen. Der alte Vorstand habe bis heute äußerst erfolgreiche Lobbyarbeit geleistet, lobt Lehmeier die Protagonisten und nennt Beispiele: den Beginn des Erweiterungsbaus sowie die Errichtung der 24-Stunden-Kardiologie. Dem letzten Zweifler müsse jetzt klar geworden sein, dass alle im Kreis an einem Strang zögen. Als weitere Ziele nennt Lehmeier das Anwerben guter Ärzte und die Bindung der Patienten ans Haus. Ottilie Probst, Betriebsratsvorsitzende und Fördervereinsmitglied, geht von einem spannenden Abend aus. Das angekündigte Referat von Hans-Peter Meier, Geschäftsführer der Kreiskliniken gGmbH, bei dem es auch um Zahlen und Fakten gehen soll, will sie zusammen mit Kollegen genau unter die Lupe nehmen. Der neuen Führungsmannschaft wünscht sie denselben Mut und die Durchsetzungskraft, wie sie der alte Vorstand hatte. "Um die Unterstützung des Fördervereins beneiden uns viele Kliniken in der Region," lobt Probst.
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Wertingen - Vor dreieinhalb Jahren feierten die "Freunde des Krankenhauses Wertingen" ihre Geburtsstunde. Unternehmer, Ärzte und Politiker aus der Region legen sich seit dieser Zeit kräftig ins Zeug, um der Kreisklinik das Überleben zu erleichtern. Man erinnere sich an das Kaufangebot, das der Vorstand Landrat Leo Schrell auf den Tisch gelegt hatte oder den Aufruf zur Demonstration gegen die vom Aufsichtsrat angekündigte Schließung der Geburtshilfe, dem über 4000 Menschen folgten.