Eine ganze Region geht für ihr Krankenhaus auf die StraßeVon Bärbel Schoen Hermann Buhl vom Förderverein des Wertinger Krankenhauses spricht von einer Lawine, die seit dem Interview am vergangenen Montag losgetreten worden sei. "Mich erreichen seit dieser Zeit täglich unzählige Anrufe." Die Bürger aus dem Zusamtal seien wütend und traurig zugleich. Die große Resonanz aus der Bevölkerung hat nun den Förderverein auf den Plan gerufen. Buhl: "Wir organisieren eine Großdemonstration wie sie der Landkreis Dillingen noch nicht erlebt hat." Plakate und Flyer sind bereits gedruckt und werden in einer großen Anzahl verteilt. Das Thema werde jeden berühren, ist sich Hermann Buhl sicher, "auch die, die für die Schließung verantwortlich sind." Gemeint sind Landrat Leo Schrell und Geschäftsführer der Kreiskliniken gGmbH, Hans-Peter Maier. Der Förderverein will, dass die verantwortlichen Politiker öffentlich Stellung nehmen zu Fragen, die den Zusamtalern unter den Nägeln brennen. Die Schließung der Geburtshilfe bedeute nicht nur, dass hier keine Babys mehr zur Welt kommen. Buhl: "Sie wird die ganze Stadt treffen." Deshalb appelliert er an "alle Bürgermeister, Vereine, Omas und Opas, Mamas und Papas, Onkel und Tanten, Jugendliche, Schüler, Kinder und Freunde des Wertinger Krankenhauses, sich für die Zukunft ihrer Heimat zu engagieren." Die Großdemonstration findet am kommenden Samstag, 5. April, ab 14 Uhr statt. Treffpunkt ist am Marktplatz. Die Demonstranten werden vom Zentrum aus zum Krankenhaus ziehen. Buhl rechnet mit mindestens 2000 Teilnehmern.
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Wertingen. Eine Welle der Sympathie erlebt derzeit die Geburtshilfe-Station am Wertinger Krankenhaus. Auslöser dafür war die Bekanntgabe des Beschlusses des Aufsichtsrates der Kreiskliniken gGmbH vor etwa einer Woche, die Abteilung aus Kostengründen zu schließen.